Hendrik Munsonius, Öffentliche Religion im säkularen Staat

Religion ist ein Phänomen, das wie wenige andere höchst divergierende Haltungen und Reaktionen auslöst – zwischen Identifikation, Selbstverständlichkeit, Gleichgültigkeit und Gereiztheit. Gegenwärtig stellt die Bewältigung der religiös-weltanschaulichen Pluralität für die Individuen, die Gemeinschaften sowie Staat und Gesellschaft eine besondere, in diesem Ausmaß bisher unbekannte und nicht erwartete Herausforderung dar. Die in diesem Band versammelten Beiträge beleuchten das Verhältnis von Religionsgemeinschaften, Gesellschaft und Staat aus historischer, religionsrechtlicher und kirchlicher Perspektive. Den Rest des Beitrags lesen »

David Yamane (Ed.), Handbook of Religion and Society

The Handbook of Religion and Society is the most comprehensive and up-to-date treatment of a vital force in the world today. It is an indispensable resource for scholars, students, policy makers, and other professionals seeking to understand the role of religion in society. This includes both the social forces that shape religion and the social consequences of religion. Den Rest des Beitrags lesen »

Kim Sadique/Perry Stanislas (Ed.), Religion, Faith and Crime – Theories, Identities and Issues

This unique collection brings together international contributors from a range of disciplines to explore crime and responses to crime through a religious/faith-based lens. At a time when religion is under the media spotlight in terms of religiously-motivated hate crime, terrorism and child abuse this book provides an important platform for academic debate. It examines these and other key issues including: faith as a coping strategy, religion as a motivating factor and the role of religion and morality in shaping criminal justice responses. Den Rest des Beitrags lesen »

Uwe Kischel (Hrsg.), Religiöses Recht und religiöse Gerichte als Herausforderung des Staates

Das staatliche Recht moderner Verfassungsstaaten sieht sich aktuell mit einer zunehmenden Pluralisierung von Rechtsquellen und Rechtsanwendung konfrontiert. Eine dieser Tendenzen betrifft die Rolle und Anerkennung religiösen Rechts und religiöser Gerichte, die die bislang unumkehrbar erscheinende Säkularisierung staatlichen Rechts und dessen umfassende Regelungskraft in Frage stellen. Den Rest des Beitrags lesen »

Antonius Liedhegener/Gert Pickel (Hrsg.), Religionspolitik und Politik der Religionen in Deutschland – Fallstudien und Vergleiche

Anders als erwartet hat die Säkularisierung in Deutschland nicht zu einem Verschwinden von Debatten über Religion geführt. Im Gegenteil kann unter Bedingungen religiöser Pluralisierung sogar von einer neuen, für manche überraschenden Bedeutung religionspolitischer Diskurse gesprochen werden. Dieser Band beschäftigt sich mit einem zunehmend wichtigeren Bereich der politischen Auseinandersetzung in Deutschland: der Religionspolitik. Den Rest des Beitrags lesen »

Detlef Pollack, Religion und gesellschaftliche Differenzierung

Die Rolle von Religion und Kirche in den Gesellschaften des Westens hat sich grundlegend geändert. Im europäischen Mittelalter stellte das Christentum noch das Fundament der gesamten gesellschaftlichen Ordnung dar. In modernen Gesellschaften sind Religion und Kirche zu einem Teilbereich neben anderen geworden und müssen sich gegenüber der Attraktivität säkularer Deutungs- und Handlungsalternativen behaupten. Der Umbruch zur Moderne erfolgte im ausgehenden 18. Jahrhundert. Seitdem sind Religion und Kirche in einen Prozess der funktionalen Differenzierung verflochten, den sie kaum noch nachhaltig zu beeinflussen vermögen. Den Rest des Beitrags lesen »

Leni Franken, Liberal Neutrality and State Support for Religion

This book focuses on the financing of religions, examining some European church-state models, using a philosophical methodology. The work defends autonomy-based liberalism and elaborates how this liberalism can meet the requirements of liberal neutrality. The chapters also explore religious education and the financing of institutionalized religion. Den Rest des Beitrags lesen »

Ines-Jacqueline Werkner/Oliver Hidalgo (Hrsg.), Religiöse Identitäten in politischen Konflikten

Der Band untersucht religiöse Identitäten und ihre Rolle in politischen Konflikten, sowohl weltweit als auch in innenpolitischen Kontexten. Was bedeutet es für den Konfliktverlauf – so die Leitfrage –, wenn Religion zum zentralen Identitätsmarker avanciert? Den Rest des Beitrags lesen »

Kerstin Kazzazi/Angela Treiber/Tim Wätzold (Hrsg.), Migration – Religion – Identität. Aspekte transkultureller Prozesse

Zunehmende Mobilität und Migration von Menschen haben die Erfahrung sozialer und kultureller Heterogenität, die Pluralität von Lebensweisen an vielen Orten zum Normalfall werden lassen. Zusammen mit der Präsenz von Wissensbeständen aus unterschiedlichen Deutungshorizonten verlangt dies von Menschen, mit Mehrdeutigem und Ambiguitäten des Kulturellen, Sprachlichen, Religiösen und Weltanschaulichen zu leben. Die Transformationsprozesse in gesellschaftlichen und individuell erfahrungs- und handlungsorientierten Zusammenhängen stehen im Fokus. Transkulturalität wird dabei als ein heuristisches Instrument verstanden, um den Prozesscharakter von Kulturen und die Dynamik des fortwährenden Aushandelns von Inhalten und Dingen sowie deren Bedeutungen in sozialen Prozessen zu erfassen. Den Rest des Beitrags lesen »

Friedrich Hermanni/Burkhard Nonnenmacher/Friedrike Schick (Hrsg.), Religion und Religionen im Deutschen Idealismus – Schleiermacher, Hegel, Schelling

Schleiermacher, Hegel und Schelling zählen zu den Klassikern der modernen Religionsphilosophie – einer Disziplin, an deren Gründung sie maßgeblich beteiligt waren. In ihren religionsphilosophischen Werken entwickeln sie nicht nur eine allgemeine Theorie der Religion überhaupt und eine besondere Theorie der christlichen Religion, sondern widmen sich auch und gerade der historischen Vielfalt der Religionen. Den Rest des Beitrags lesen »

Tobias Braune-Krickau, Religion und Anerkennung – Ein Versuch über Diakonie als Ort religiöser Erfahrung

Die moderne, wohlfahrtsstaatliche Diakonie lebt aus religiösen Motiven und Intuitionen, findet sich mit diesen aber in einer säkularen Praxis wieder. Sie steht vor der Frage nach einem theologischen Selbstverständnis, das weder die Gewinne säkularer Professionalität verspielt noch ihren religiösen Glutkern erstickt. Den Rest des Beitrags lesen »

Andreas E. Buss, The Economic Ethics of World Religions and their Laws – An Introduction to Max Weber’s Comparative Sociology

Dieses Buch untersucht die Wirtschaftsethik asiatischer und christlicher Traditionen und die dazugehörenden Rechtssysteme. Es geht aus von Max Webers Texten über China, Indien und das alte Judentum sowie vom verstreuten Material über den Islam und östliche und westliche Christenheit, außerdem von seiner Rechtssoziologie. Den Rest des Beitrags lesen »

Gesellschaft für Rechtsvergleichung: 35. Tagung für Rechtsvergleichung in Bayreuth 2015 – „Religion, Werte und Recht“

Der Vorstand der Gesellschaft für Rechtsvergleichung kündigt die 35. Tagung für Rechtsvergleichung vom 10. bis 12.09.2015 in Bayreuth zu dem Thema „Religion, Werte und Recht“ an. Den Rest des Beitrags lesen »

Ludwig Siep, Der Staat als irdischer Gott – Genese und Relevanz einer Hegelschen Idee

In der Gegenwart wird über den „Gottesbezug“ von Verfassungen ebenso gestritten wie über eine „Staatsvergottung“, welche die Menschenrechte gefährden könnte. Die Idee eines „absoluten“ Staates hat in der politischen Philosophie der Neuzeit eine lange Geschichte, die bei Hegel gipfelt. Sie gehört zur Emanzipation des säkularen Staates von religiöser und kirchlicher Bevormundung sowie zur Sicherung der Religionsfreiheit und anderer Grundrechte. Staatlich gesetztes Recht ist die einzige Quelle von verbindlichen und sanktionierbaren Gesetzen. Den Rest des Beitrags lesen »

Daria Pezzoli-Olgiati (ed.), Religion in Cultural Imaginary – Explorations in Visual und Material Practices

Das vielschichtige Konzept des Imaginären erweist sich als weiterführende Kategorie, um die Präsenz und Diffusion religiöser Symbole, Weltbilder und Narrative in verschiedenen Medien und gesellschaftlichen Bereichen wie Politik, Wirtschaft, Kunst und Populärkultur einzufangen. Eingesetzt, um die Rezeption und Transformation religiöser Referenzen durch Zeit und Kulturen zu fassen, kann das Imaginäre verstanden werden als geteilter Fundus von mentalen Bildern und materiellen Gegenständen, von Ideen, Symbolen, Werten und Praktiken, die zur Produktion von Bedeutung und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen. Im Schnittbereich von soziologischen, politisch-philosophischen und kulturwissenschaftlichen Zugängen zu Religion bietet die interdisziplinäre Studie einen intensiven Austausch zwischen theoretischer Diskussion und reichhaltigen empirischen Analysen. Den Rest des Beitrags lesen »

„Because we’re Trinity!“ – Universität und Religion

Dr. Georg NeureitherVon Dr. Georg Neureither, Heidelberg

Bei manchen Erscheinungsformen gesellschaftlicher Wirklichkeit fällt die Einordnung schwer, ob es sich „schon“ um Religion oder „noch“ um Sport, Musik, Politik oder Ähnliches handelt: Die Olympischen Spiele haben schon von ihrem Ursprung her nicht nur sportlichen Charakter; die Hingabe mancher Fans an ihren Fußballverein grenzt zuweilen an Religionsersatz; den Bayreuther Festspielen ist bereits beim Kartenvorverkaufsverhinderungsvorgang Numinoses zu eigen; das Wahlverfahren zum Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker wurde vor Kurzem als Konklave bezeichnet; manchem Politiker oder Popstar wurde schon Prophetisches, Messianisches zugesprochen. Die Reihe ließe sich beliebig fortschreiben; solcherlei ist zur Gewohnheit geworden. Als jedoch in einer akademischen Abschlussfeier die Schwelle zur Religion überschritten wurde, stockte mir kurz der Atem. Den Rest des Beitrags lesen »

BVerfG: DRK-Blutspendedienst kein karitativer Tendenzbetrieb

Die Nichtanerkennung eines DRK-Blutspendedienstes als karitativer Tendenzbetrieb ist mit der Verfassung vereinbar. Die 3. Kammer des Ersten Senats des BVerfG hat die Verfassungsbeschwerde gegen einen Beschluss des BAG nicht zur Entscheidung angenommen. Das BAG hatte die Tendenzeigenschaft der Beschwerdeführerin i.S.v. § 118 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BetrVG verneint. Die enge Auslegung des Begriffs „karitativ“ durch das BAG, wonach der Dienst den leidenden Menschen direkt zugutekommen muss, ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Den Rest des Beitrags lesen »

Franziska Antonia Steffen, Strafrecht in einer multikulturellen Gesellschaft – Eine Erörterung anhand von Fallgestaltungen

Kultur – Religion – Strafrecht: Auf Grund aktueller Diskussionen rückt die Frage nach der Berücksichtigung kultureller und religiöser Anschauungen im Strafrecht zunehmend in den Fokus der Gesellschaft. Aber dürfen bzw. müssen abweichende Anschauungen Berücksichtigung finden? Besteht ein weiterer gesetzlicher Handlungsbedarf? Den Rest des Beitrags lesen »

BMJV: Heiko Maas hält „Berliner Rede zur Religionspolitik“

Am 27.05.2015 sprach Bundesjustiz- und Verbraucherschutzminister Maas zum Thema „Oh Gott! Die multireligiöse Gesellschaft und der Verfassungsstaat“ an der Humboldt-Universität zu Berlin. Dabei hob er den Wert der Religion für den Verfassungsstaat hervor und betonte: „Religiöse Vielfalt ist gelebte Freiheit.“ Den Rest des Beitrags lesen »

Klaus von Beyme, Religionsgemeinschaften, Zivilgesellschaft und Staat – Zum Verhältnis von Politik und Religion in Deutschland

Das Verhältnis von Religion und Politik schien lange vergessen oder verdrängt. Es wird erst in den letzten zwei Jahrzehnten wieder intensiver erforscht. Das wachsende Interesse an Religion und Politik ist auch Ausgangspunkt für diesen Band, der das symbiotische Verhältnis von Politik und Religion in Deutschland analysiert. Den Rest des Beitrags lesen »

Bradley Shingleton/Eberhard Stilz (Hrsg.), The Global Ethic and Law: Intersections and Interactions

Als grundlegende Institution der menschlichen Gesellschaft ist das Recht ein sehr einflussreicher Faktor für individuelles und gesellschaftliches Handeln. Doch sein normativer Status ist umstritten, vor allem in pluralistischen, säkularisierten Gesellschaften. Ist Recht im Wesentlichen das Ergebnis einer Gesetzgebung und juristischen Interpretation oder kann und sollte es ethische Werte und Imperative reflektieren? Wenn ja, woraus speisen sich diese Imperative und wie erreichen sie das notwendige Maß an gesellschaftlichem Konsens in religiös heterogenen Gesellschaften, die als Folge von Kultur, Handel, Kommunikation und Einwanderung zunehmend globalisiert sind? Der Band trägt zur Beantwortung dieser Fragen bei. Den Rest des Beitrags lesen »

Religion vor Recht? Recht vor Religion?

Steinbeis, Kemmerer, Möllers (Hrsg.), Gebändigte Macht – Verfassung im europäischen Nationalstaat – Verfassungsblog IIReligion geht dem Recht nicht vor. Das ist die Quintessenz des Urteils des LG Köln zur Beschneidung eines vierjährigen Jungen… Anders kann es im Rechtsstaat ja nicht sein. Nicht? Wie sieht es das Verfassungsrecht? Den Rest des Beitrags lesen »

Ana Honnacker, Post-säkularer Liberalismus – Perspektiven auf Religion und Öffentlichkeit im Anschluss an William James

Wie ist mit religiösen Stimmen im öffentlichen Diskurs umzugehen? In einer post-säkularen Gesellschaft muss diese Frage neu verhandelt werden. Die klassische Strategie hat der Liberalismus im Anschluss an John Rawls vorgegeben: Er hat einen weitgehenden Ausschluss religiöser Überzeugungen aus der Sphäre des Öffentlich-Politischen vorgesehen und ihnen den Bereich des Privaten zugewiesen. Dies wird den Herausforderungen einer post-säkularen Gesellschaft jedoch nicht gerecht. Den Rest des Beitrags lesen »

Hans Michael Heinig/Christian Walter (Hrsg.), Religionsverfassungsrechtliche Spannungsfelder

Das Religionsrecht ist von Spannungsfeldern geprägt. Es bewegt sich zwischen Staat und Gesellschaft, zwischen Religion und Politik, zwischen Institution und Individuum, zwischen nationalem, europäischem und internationalem Recht, zwischen Genese und Funktion, zwischen Freiheit und Gleichheit, zwischen Gemeinwohl und legitimem Eigensinn, zwischen Säkularität, Religiosität und Konfessionalität. Der vorliegende Band vermisst diese Spannungsfelder aus der Perspektive verschiedener Disziplinen. Den Rest des Beitrags lesen »

Viola Vogel, Abgestorben? Religionsrecht der DDR und der Volksrepublik Polen

Religion sei dem Untergang geweiht, postulierten Marx und Engels. Denn in der klassenlosen Gesellschaft, so eine ihrer Kernthesen, würden Staat, Religion und Recht mangels weiterer Notwendigkeit „absterben“. Für die Religionsgemeinschaften und ihre Gläubigen auf der östlichen Seite des „eisernen Vorhangs“ wurde diese These Lebenswirklichkeit. Aus welchen ideengeschichtlichen Quellen speisten sich die Repressionen der sozialistischen Regime und ihr Kampf gegen die Religionsgemeinschaften? Konnten Letztere den Regierenden im Sozialismus dennoch eigenhändige Gestaltungsspielräume abtrotzen? Und wenn ja, welchen politischen, nationalgeschichtlichen und religionssoziologischen Faktoren war das geschuldet? Und schließlich: War hierfür die innerkirchliche Verfasstheit der jeweiligen Religionsgemeinschaft relevant? Den Rest des Beitrags lesen »