BMJV: Heiko Maas hält „Berliner Rede zur Religionspolitik“

Am 27.05.2015 sprach Bundesjustiz- und Verbraucherschutzminister Maas zum Thema „Oh Gott! Die multireligiöse Gesellschaft und der Verfassungsstaat“ an der Humboldt-Universität zu Berlin. Dabei hob er den Wert der Religion für den Verfassungsstaat hervor und betonte: „Religiöse Vielfalt ist gelebte Freiheit.“

Bundesweit ist etwa ein Drittel der Bevölkerung religionslos, 4 Mio. Muslime leben in Deutschland, das Judentum wächst und wird in der Gesellschaft wieder sichtbarer und auch die Landschaft an den Rändern der christlichen Großkirchen wird bunter. Diese Vielfalt ist Ausdruck gelebter Freiheit.

In seiner Rede bekannte sich Maas zur Bedeutung der Religionen und forderte mehr Respekt gegenüber Andersgläubigen ein: „Manche wittern in der Begegnung mit einer anderen Religion vor allem eine Gefahr für die eigene Kultur. Eine Muslima mit Kopftuch, das Läuten der Kirchenglocken, ein junger Mann mit Kippa, ein Minarett im Stadtbild – all das sind aber keine Widersprüche zum Grundgesetz, sondern das ist gelebte Religionsfreiheit“.

Maas ist zudem davon überzeugt, dass ein friedliches, multireligiöses Zusammenleben in Deutschland gelingen könne. Voraussetzung dafür seien gegenseitiger Respekt und Achtung voreinander.

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz v. 28.05.2015

Anmerkung der Redaktion

Die „Berliner Reden zur Religionspolitik“ sind eine Vortragsreihe des Forschungsbereichs Religion und Politik der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität. Anliegen des Programms ist es, die Diskussionen zur Religionspolitik nicht nur im universitären und wissenschaftlichen Umfeld, sondern auch in der Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Hier finden Sie die Rede: „Oh Gott! Die multi-religiöse Gesellschaft und der Verfassungsstaat“.

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