Aufgelesen LXXVIII – Ein Mensch, der seine Unschuld bestreitet

In der Tat, es ist ein ungewöhnlicher Fall, der uns … über die amtliche Verpflichtung hinaus beschäftigt. Wir sind an Mörder gewöhnt, die den ganzen Tag brüllen: Ich bin unschuldig! Das stört mich nicht einen Augenblick in meiner Arbeit… Aber ein Mensch, der seine Unschuld bestreitet und geradezu Anfälle bekommt, wenn man ihn verdächtigt, ein Ehrenmann zu sein, das geht an die Nerven… Er stellt unseren ganzen Betrieb auf den Kopf… Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen LXXVII – Gerechtigkeit: leere Worthülse der Bürgerrhetorik?

Gerechtigkeit war selbstverständlich eine leere Worthülse der Bürgerrhetorik, und um zum Handeln zu kommen, müsse man vor allen Dingen wissen, welche Gerechtigkeit man meine, diejenige, die jedem das Seine, oder diejenige, die allen das Gleiche geben wolle. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen LXXVI – Rechtsfähigkeit nach römischem, germanischem und kanonischem Recht

Man wolle der Kirche (sc. der lateinischen) wohl gar einen Mangel an … Sinn für den Wert der menschlichen Persönlichkeit unterstellen? Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen LXXV – Thomas Mann lässt schächten

Leo Naphta stammte aus einem kleinen Ort in der Nähe der galizisch-wolhynischen Grenze. Sein Vater, …, war dort schochet, Schächter, gewesen – und wie sehr hatte dieser Beruf sich von dem des christlichen Fleischers unterschieden, der Handwerker und Geschäftsmann war. Nicht eben so Leo‘s Vater. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen LXXIV – Um Gottes willen Schiedsgerichte!

„Sind wir beim Recht? Im Völkerrecht, mein Herr, bleibt der Gedanke des Naturrechtes und allmenschlicher Vernunft lebendig…“ Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen LXXIII – Das Boot ist voll oder: Das Wasser ist süß

Der Zoroastrismus ist eine antike Religion, deren Anfänge im östlichen Iran liegen. Ihre Anhänger hatten ab dem siebten Jahrhundert, als eine andere Religion die Vorherrschaft gewann, zunehmend unter Repressalien und teilweise auch unter Verfolgung zu leiden. Viele verließen das Land. Eines der Flüchtlingsschiffe erreichte die Westküste Indiens, und während einer Audienz beim König baten die Zoroastrier um das Bleiberecht. Der König wies auf ein Glas Wasser, das auf dem Tisch stand, und sagte: „So wie dieses Glas bis obenhin gefüllt ist, so ist mein Königreich voller Menschen. Für weitere fehlt uns der Platz.“ Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen LXXII – Tat- oder Täterstrafrecht

Man macht sich nicht mit dem schuldig, was man tut, sondern mit der Absicht, die hinter diesem Tun steckt. In der Absicht ist alles. Den Rest des Beitrags lesen »