Juristenglück XX – Agrarmetaphysik

Klaus KohnenVon Klaus Kohnen, München

Man wird umdenken müssen. Ging man bislang wie selbstverständlich davon aus, dass es sich beim Berufe des Bauern wie bei kaum einem anderen um einen geerdeten handele, bei dem mit der Hände harter Arbeit Böden bestellt und beackert würden, so wird man in dieser Gewissheit durch eine Meldung erschüttert, deren Bedeutung nicht hoch genug eingeschätzt werden kann: Bayern qualifiziert zum Erlebnisbauern. Den Rest des Beitrags lesen »

Juristenglück XIX – Landessandsackreserve

Klaus KohnenVon Klaus Kohnen, München

Es gibt Begriffe, die, kaum gelesen, bereits libidinöse Wirkung auf einen assoziativen Geist entfalten. Und so kommt man ins Phantasieren, wer oder was damit gemeint sein könnte… Träumen wäre zuviel gesagt… obwohl es doch einen Sandmann gibt bzw. ein Sandmännchen und sogar (noch gar nicht so lange her) einen Weihnachtsmann, der, so führen es einem die Balkone und Fassaden erklimmenden Plastik-Derivate jedes Jahr eindrücklich vor Augen, sogar einen Sack mit sich führt… angesichts der Massen, in denen sie jedes Jahr auftauchen… läge es da nicht nahe, dass es davon irgendwo eine Reserve gibt? – Derlei phantastischem Wildwuchs steht spätestens an dieser Stelle die juristische Sozialisation entgegen, zumal der verwaltungsaffine Mensch spürt, dass diesem Verbalkonstrukt der Klang des authentisch Amtlichen innewohnt. Den Rest des Beitrags lesen »

Juristenglück XVIII – Dienstweihnachtsbäume (Dwbm)

Klaus KohnenVon Klaus Kohnen, München

Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Universitäten sind Refugien der Freiheit, in denen sich kluge Köpfe ausschließlich im Dienste der Wissenschaft ungestört dem Erkenntnisgewinn widmen können. Das wird ermöglicht durch zahlreiche Sachverständige (Anti-Diskriminierungsbeauftragte, Frauenbeauftragte, Gleichstellungsbeauftragte, Jugendbeauftragte, Personalrat etc.), die sich mit Verve um alle sonstigen Belange kümmern. Das Resultat sind Regeln. Viele Regeln. Detaillierte Regeln. Schließlich sollen keine Fragen offenbleiben, über die kluge Köpfe nachdenken, mithin Zeit investieren müssten. Sie müssen die Regeln einfach nur befolgen. Zum Beispiel beim Aufstellen von Weihnachtsbäumen: Den Rest des Beitrags lesen »

Juristenglück XVII – Scheiden tut weh, Auskreisen auch?

Klaus KohnenVon Klaus Kohnen, München

Beziehungen gründen nicht immer auf Zuneigung. Wer Familie hat, wird es wissen. Im kommunalen Bereich ist das nicht anders: Den Rest des Beitrags lesen »

Juristenglück XVI – Fall erledigt: Esel vergesellschaftet!

Klaus KohnenVon Klaus Kohnen, München

Wir erinnern uns: an einen armen Esel, seit Jahren klaglos ein Leben als Single führend, gewiss einige Marotten entwickelnd – ein Phänomen, auch bei männlichen Vertretern anderer Spezies, weiblicher Führungsaufsicht entbehrend, nicht ganz unbekannt –, der nun zwangsweise mit Artgenossen vergesellschaftet werden sollte, denn: Einzelhaltung sei tierschutzwidrig, so der beklagte Landkreis. Dem widersetzte sich der Kläger und Halter des Esels: Sein Tier sei ein Einzelgänger, Gesellschaft mache ihn aggressiv. Dem könne durch Kastration entgegengewirkt werden, entgegnete der Landkreis. Das VG Trier bestätigte diese Auffassung – und ließ nicht einmal die Berufung zu. Doch der Kläger blieb uneinsichtig, klagte und Den Rest des Beitrags lesen »

Juristenglück XV – Negativmitteilungspflicht

Klaus KohnenVon Klaus Kohnen, München

Die adäquate Form, etwas mitzuteilen, das nicht stattgefunden hat, ist nicht etwa das (beredte) Schweigen, sondern ein Aktenvermerk – so kürzlich das BVerfG. Um dem Begriff gerecht zu werden, ist es sachgerecht, zunächst zu erklären, was damit nicht gemeint ist: Negativmitteilungspflicht ist Den Rest des Beitrags lesen »

Juristenglück XIV – Verbalsanierung

Klaus KohnenVon Klaus Kohnen, München

Von einer Verbalsanierung ist zu berichten. Wovon? Den Rest des Beitrags lesen »