Juristenglück X – Zum Pingeln

Klaus KohnenVon Klaus Kohnen, München

Juristen gelten gemeinhin als pingelig. Da verwundert es nicht, wenn sie sich auch mit Pingeln befassen.

Ebenfalls pingelig zeigten sich nämlich zwei Inhaber von Pingelscheinen, so genannte Pingler, die der Auffassung waren, die Stadt Hannover habe ihr Pingelgebiet zu pingelig bemessen. Das VG Hannover nahm die Pingelerlaubnis pingelig unter die Lupe und gab ihnen teilweise Recht. Gar nicht pingelig zeigte es sich hingegen bei der Berufung: Die wurde wegen grundsätzlicher Bedeutung der Sache zugelassen!

Und was ist das nun, zum Donnerwetter, dieses Pingeln? Ruhig, ganz ruhig! Dass ein regionaler Sonderwortschatz überregional schon einmal zu Verstehensschwierigkeiten führen kann, fiel dem VG schon in seiner dritten Pressemitteilung in dieser Sache auf: „Ambulanter Straßenhandel (Pingeln) ist der Handel, welcher im Umherziehen und Umherfahren zu Fuß, auf dem Fahrrad oder per Kraftfahrzeug ausgeübt wird, wobei das Verweilen an einer Stelle lediglich der Bedienung vorhandener Kunden dienen darf.“

Die Pressemitteilungen in dieser Sache (es gab andere!) finden Sie hier, hier und hier.

Anmerkung der Redaktion

Ass. iur. Klaus Kohnen ist Gründer und Herausgeber des Informationsportals „Bayerischer Rechts- und Verwaltungsreport (BayRVR)“ und hat als Redakteur und Lektor für führende juristische Fachverlage gearbeitet, zuletzt für den Richard Boorberg Verlag in München.

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