Juristenglück XVIII – Dienstweihnachtsbäume (Dwbm)

Klaus KohnenVon Klaus Kohnen, München

Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Universitäten sind Refugien der Freiheit, in denen sich kluge Köpfe ausschließlich im Dienste der Wissenschaft ungestört dem Erkenntnisgewinn widmen können. Das wird ermöglicht durch zahlreiche Sachverständige (Anti-Diskriminierungsbeauftragte, Frauenbeauftragte, Gleichstellungsbeauftragte, Jugendbeauftragte, Personalrat etc.), die sich mit Verve um alle sonstigen Belange kümmern. Das Resultat sind Regeln. Viele Regeln. Detaillierte Regeln. Schließlich sollen keine Fragen offenbleiben, über die kluge Köpfe nachdenken, mithin Zeit investieren müssten. Sie müssen die Regeln einfach nur befolgen. Zum Beispiel beim Aufstellen von Weihnachtsbäumen:

An der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ist dazu die Arbeitsorganisationsrichtlinie über die Handhabung und Verwendung von Nadelbäumen, kleineren oder mittleren Wuchses, die in Diensträumen Verwendung finden (ArbOrgRichtl.Dwbm) zu beachten.

Hand aufs Herz: Dass es sich hierbei um eine Satire handelt, wird erst recht spät zur Gewissheit… Fazit: Es gibt an Universitäten Freigeister.

Anmerkung der Redaktion

Ass. iur. Klaus Kohnen ist Gründer und Herausgeber des Informationsportals „Bayerischer Rechts- und Verwaltungsreport (BayRVR)“ und hat als Redakteur und Lektor für führende juristische Fachverlage gearbeitet, zuletzt für den Richard Boorberg Verlag in München.

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