Juristenglück XII – Verockerung, Versauerung

Klaus KohnenVon Klaus Kohnen, München

Lesen bildet: Menschen und Flüsse. Nicht immer zum Guten.

Wenn zum Beispiel die Spree Eisen und Sulfat aufliest, dann, so lesen wir in einer Kleinen Anfrage, „verockert“ und „versauert“ sie. Es bildet sich eine „ockere“ Farbe, die wir aus unserem Wasserfarbkasten seit den Grundschultagen in Erinnerung behalten haben, und der pH-Wert sinkt in den sauren Bereich, also, wie wir aus dem Chemieunterricht noch wissen, unter 7. So geschehen durch Auskohlung der Gruben des Lausitzer Braunkohletagebau, d.h. wenn die Kohle weg ist.

Wie die Spree, so der Mensch: Das Wort „Verockerung“ will man schon sprachlich nicht aufgelesen haben (auch nicht „Auskohlung“), und in der „Versauerung“ schwingt die Schweinerei gleich mit.

Anmerkung der Redaktion

Ass. iur. Klaus Kohnen ist Gründer und Herausgeber des Informationsportals „Bayerischer Rechts- und Verwaltungsreport (BayRVR)“ und hat als Redakteur und Lektor für führende juristische Fachverlage gearbeitet, zuletzt für den Richard Boorberg Verlag in München.

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