Aufgelesen XLVIII – Was ein erfolgreicher Anwalt braucht

Es war ziemlich leicht, … die Qualifikation zum Anwalt zu bekommen; aber wegen des Praktizierens befürchtete ich Schwierigkeiten. Ich hatte Rechtswissenschaft studiert, aber von der Praxis hatte ich nichts gelernt. Mit Eifer hatte ich die „Maximen der Rechtsprechung“ studiert, wußte aber nicht, wie ich sie in meinem Beruf anwenden sollte. Noch während meiner Studien wurde ich von Bedenken gequält und vertraute schließlich meine Nöte einigen meiner Freunde an… Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen XLVII – Ein Loch ist nicht einfach ein Loch! Piggeldy und Frederick beantworten große philosophische Fragen

Wodurch definiert sich etwas? Durch sich selbst? Oder durch etwas anderes? Das haben sich schon viele große Philosophen gefragt, unter anderem Piggeldy und Frederick: Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen XLVI – Privilegierte Tatbestände

Es ist verboten, Personen in Brand zu stecken.
Es ist verboten, Personen in Brand zu stecken, die im Besitz einer gültigen Aufenthalts­genehmigung sind.
Es ist verboten, Personen in Brand zu stecken, die sich an die gesetzlichen Bestimmun­gen halten und im Besitz einer gültigen Aufenthaltsgenehmigung sind. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen XLV – Die Eigentümlichkeit unseres Erkenntnisvermögens oder: Das „negative Prinzip“

Es gibt seit langem in Philosophie und Wissenschaft ein „negatives Prinzip“, demzufolge wir auf Grund der Eigentümlichkeit unseres Erkenntnisvermögens sichere Erkenntnis nur davon haben, was ein Ding nicht ist, während wir das, was ein Ding ist, nicht sicher erkennen können… Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen XLIV – Weil nicht sein kann, was nicht sein darf

Palmström, etwas schon an Jahren,
wird an einer Straßenbeuge
und von einem Kraftfahrzeuge
überfahren.

„Wie war“ (spricht er, sich erhebend
und entschlossen weiterleben)
„möglich, wie dies Unglück, ja –:
Daß es überhaupt geschah?

Ist die Staatskunst anzuklagen
in bezug auf Kraftfahrwagen?
Gab die Polizeivorschrift
hier dem Fahrer freie Trift?

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Aufgelesen XLIII – Nachlassschachtel

Wodurch sich Erbschaft und Nachlass unterscheiden, darüber haben schon viele kluge Juristen gegrübelt. Der Begriff „Erbschaft“ ist im Gesetz legal definiert (§ 1922 Abs. 1 BGB), und was ein Nachlass ist, – der Frage kann man sich auch auf andere Weise, ziemlich praktisch, annehmen. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen XLII – Der Schädel des Rechtsgelehrten

HAMLET. Warum könnte das nicht der Schädel eines Rechtsgelehrten sein? Wo sind nun seine Klauseln, seine Praktiken, seine Fälle und seine Kniffe? Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen XLI – Der „Schatten“: Bote oder Stellvertreter?

Die Stellung der Magisterstellvertreter, auch „Schatten“ genannt, … ist eine höchst eigentümliche. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen XL – Der Preis des Rechts

Kein Rechtssystem ist gegen alle Fehler und Irrtümer gefeit – weder gegen die beabsichtigten noch gegen die unbeabsichtigten. Aber ein System kann Garantien enthalten, die die Verurteilung von Unschuldigen weniger wahrscheinlich machen. Diese Garantien sind teuer, und zwar nicht nur, weil sie Geld kosten, sondern auch, weil sie gelegentlich dazu führen, daß Schuldige ungestraft davonkommen… Für diejenigen, die Gottes Gerechtigkeit skeptisch gegenüberstehen, ist das gelegentliche Freisprechen eines Schuldigen der notwendige Preis für ein gerechtes System. Die Bereitschaft, diesen Preis zu zahlen, ist das Kennzeichen eines jeden hochentwickelten Rechtssystems. Den Rest des Beitrags lesen »

Juristenglück XVI – Fall erledigt: Esel vergesellschaftet!

Klaus KohnenVon Klaus Kohnen, München

Wir erinnern uns: an einen armen Esel, seit Jahren klaglos ein Leben als Single führend, gewiss einige Marotten entwickelnd – ein Phänomen, auch bei männlichen Vertretern anderer Spezies, weiblicher Führungsaufsicht entbehrend, nicht ganz unbekannt –, der nun zwangsweise mit Artgenossen vergesellschaftet werden sollte, denn: Einzelhaltung sei tierschutzwidrig, so der beklagte Landkreis. Dem widersetzte sich der Kläger und Halter des Esels: Sein Tier sei ein Einzelgänger, Gesellschaft mache ihn aggressiv. Dem könne durch Kastration entgegengewirkt werden, entgegnete der Landkreis. Das VG Trier bestätigte diese Auffassung – und ließ nicht einmal die Berufung zu. Doch der Kläger blieb uneinsichtig, klagte und Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen XXXIX – Anwaltshirn

Aus einem Prozess in Massachusetts. Ein ziemlich hartnäckiger Anwalt fragt im Kreuzverhör einen Pathologen, ob er absolut sicher ist, dass ein bestimmter Patient vor der Autopsie auch wirklich tot war. Der Pathologe sagt, er sei sich absolut sicher. Oh, aber wie können Sie so sicher sein? Weil, sagt der Pathologe, sein Gehirn in einem Behälter auf meinem Schreibtisch stand. Aber, sagt der Anwalt, könnte der Patient nicht trotzdem noch am Leben gewesen sein? Nun, kommt die Antwort, es ist durchaus denkbar, dass er noch lebte und irgendwo als Anwalt tätig war. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen XXXVIII – Im Kampfe sollst du dein Recht finden

Das Ziel des Rechts ist der Friede, das Mittel dazu der Kampf. Solange das Recht sich auf den Angriff von seiten des Unrechts gefaßt halten muß – und dies wird dauern, solange die Welt steht – wird ihm der Kampf nicht erspart bleiben…

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Aufgelesen XXXVII – Dostojewskijs Beauty-Tipps

Obwohl Pulcheria Alexandrowna schon dreiundvierzig Jahre zählte, hatte ihr Gesicht noch immer Spuren ihrer früheren Schönheit bewahrt, und außerdem schien sie viel jünger zu sein, als sie war, was fast immer bei Frauen der Fall ist, die  Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen XXXVI – Self-determination

Peoples are not to be handed about from one sovereignty to another by an international conference or an understanding between rivals and antagonists. National aspirations must be respected; peoples may now be dominated and governed only by their own consent. “Self-determination” is not a mere phrase. It is an imperative principle of action, which statesmen will henceforth ignore at their peril. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen XXXV – Tohuwabohu

Was das Chaos mit Gemüse zu tun hat, hat mir kürzlich dieselbe tiefbegabte Hauptfigur aus einem Kinderbuch erklärt, die mir schon den Zusammenhang zwischen einer Linguistin und einem Mehrtürer offenbart hat. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen XXXIV – Das Ideal und das Leben

Des Gesetzes strenge Fessel bindet
Nur den Sklavensinn, der es verschmäht,
Mit des Menschen Widerstand verschwindet
Auch des Gottes Majestät. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen XXXIII – Transversale Logik

Das hier skizzierte Konzept läuft … auf ein multiples, polykontexturales Operieren mit einer Vielfalt von Beobachtern mit den in einem System akkumulierten und über rekursive Netzwerk- und Trajektorienbildung spezifizierten Möglichkeiten zu neuen Unterscheidungen, und d.h. Entscheidungen unter Bedingungen von Unentscheidbarkeit hinaus. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen XXXII – Sankt Martin oder: Die unsichtbare Hand des Marktes

Wenn man mir … bisher gesagt hat: Du sollst lieben! und ich liebte – was kam dabei heraus? … Ich riß meinen Kaftan in zwei Teile und gab den einen davon meinem Nächsten, und wir blieben beide zur Hälfte nackt, wie es das russische Sprichwort sagt: „Wenn du mehrere Hasen gleichzeitig verfolgst, wirst du keinen erbeuten!“ Die Wissenschaft jedoch lehrt uns: Den Rest des Beitrags lesen »

Abgelichtet II – Moscheebau als Ausdruck abgeklärten Selbstverständnisses

Ende des 18. Jahrhunderts ließ der pfälzische Kurfürst Carl Theodor (1724 bis 1799) im Garten des Schwetzinger Schlosses eine Moschee errichten, die, und das ist das Besondere, von vornherein nicht religiösen Zwecken zu dienen bestimmt war. Welchen Zweck hatte sie dann und was war der zeitliche Hintergrund eines solchen Vorhabens? Den Rest des Beitrags lesen »

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Juristenglück XV – Negativmitteilungspflicht

Klaus KohnenVon Klaus Kohnen, München

Die adäquate Form, etwas mitzuteilen, das nicht stattgefunden hat, ist nicht etwa das (beredte) Schweigen, sondern ein Aktenvermerk – so kürzlich das BVerfG. Um dem Begriff gerecht zu werden, ist es sachgerecht, zunächst zu erklären, was damit nicht gemeint ist: Negativmitteilungspflicht ist Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen XXXI – Religionsvertreter

Im April 1938 erhält Ludwig Hänsel von Ludwig Wittgenstein folgenden geistlichen Rat: Den Rest des Beitrags lesen »

Juristenglück XIV – Verbalsanierung

Klaus KohnenVon Klaus Kohnen, München

Von einer Verbalsanierung ist zu berichten. Wovon? Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen XXX – Naturrecht II

Zwey Dinge erfüllen das Gemüth mit immer neuer und zunehmenden Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäfftigt: Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen XXIX – Latte macchiato

Wer Latte macchiato trinkt, trinkt schon den Kaffee, der die Milch hinter sich gelassen hat, aber bleibt der Milch treu, die doch keine mehr ist. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen XXVIII – Naturrecht I

Nein, eine Grenze hat Tyrannenmacht, Den Rest des Beitrags lesen »