Aufgelesen 107 – Die Methode des Advokaten

So wirkte also die Methode des Advokaten,…, daß der Klient schließlich an die ganze Welt vergaß und nur auf diesem Irrweg zum Ende des Processes sich fortzuschleppen hoffte. Das war kein Klient mehr, das war der Hund des Advokaten. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen 106 – Ich weiß, dass mir ein Anwalt lebt!

Ich habe einmal in einer Schrift den Unterschied sehr schön ausgedrückt gefunden, der zwischen der Vertretung in gewöhnlichen Rechtssachen und der Vertretung in diesen Rechtssachen besteht. Es hieß dort: Der eine Advokat führt seinen Klienten an einem Zwirnfaden bis zum Urteil, der andere aber hebt seinen Klienten gleich auf die Schultern und trägt ihn zum Urteil und ohne ihn abzusetzen noch darüber hinaus. So ist es. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen 103 – Wenn man einen Anwalt einschaltet…

Und nun hätte man doch erwarten sollen, daß mir der Proceß noch leichter fallen würde als bis dahin, denn man übergibt doch dem Advokaten die Vertretung, um die Last des Processes ein wenig von sich abzuwälzen. Es geschah aber das Gegenteil. Niemals früher, hatte ich so große Sorgen wegen des Processes, wie seit der Zeit, seitdem Sie mich vertreten. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen 102 – Der Anwalt versteht sein Geschäft!

„Mag sein“, sagte der Advokat, „wir wollen … nichts übereilen.“ Er gebrauchte das Wort „wir“, als habe er nicht die Absicht K. freizulassen und als wolle er, wenn er schon nicht sein Vertreter sein dürfe, wenigstens sein Berater bleiben. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen 100 – Die wirklich großen Advokaten

„Nach diesem (sc. Gerichtsgebrauch) gibt es … außer den Winkeladvokaten noch kleine und große Advokaten.“ … „Die großen Advokaten?“ fragte K. „Wer sind denn die? Wie kommt man zu ihnen?“ … „Wer die großen Advokaten sind weiß ich nicht und zu ihnen kommen, kann man wohl gar nicht… Manchen verteidigen sie, aber durch eigenen Willen kann man das nicht erreichen, sie verteidigen nur den, den sie verteidigen wollen. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen XCIX – Von der Wertlosigkeit der Arbeit eines Anwalts

Übrigens hat es sich bei meinen Eingaben … gezeigt, daß sie ganz wertlos waren… [Z]war gelehrt, aber eigentlich inhaltslos. Vor allem sehr viel Latein, das ich nicht verstehe, dann seitenlange allgemeine Anrufungen des Gerichtes, dann Schmeicheleien…, dann Selbstlob des Advokaten, wobei er sich auf geradezu hündische Weise vor dem Gericht demütigte, und endlich Untersuchungen von Rechtsfällen aus alter Zeit, die ähnlich dem meinigen sein sollten. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen XCVII – Das Anrennen der Advokaten

Ein alter Beamter, ein guter stiller Herr, hatte eine schwierige Gerichtssache, welche besonders durch die Eingaben des Advokaten verwickelt worden war, einen Tag und eine Nacht ununterbrochen studiert – diese Beamten sind tatsächlich fleißig wie niemand sonst. Gegen Morgen nun, nach vierundzwanzigstündiger wahrscheinlich nicht sehr ergiebiger Arbeit gieng er zur Eingangstür, stellte sich dort in Hinterhalt und warf jeden Advokaten, der eintreten wollte, die Treppe hinunter. Den Rest des Beitrags lesen »

EuGH: Mönch darf Anwalt sein

Die griechische Regelung, die es einem Mönch, der in einem anderen Mitgliedstaat Rechtsanwalt ist, auf Grund der Unvereinbarkeit zwischen seiner Eigenschaft als Mönch und dem Rechtsanwaltsberuf verbietet, sich bei der Rechtsanwaltskammer eintragen zu lassen, verstößt gegen das Unionsrecht. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen XLVIII – Was ein erfolgreicher Anwalt braucht

Es war ziemlich leicht, … die Qualifikation zum Anwalt zu bekommen; aber wegen des Praktizierens befürchtete ich Schwierigkeiten. Ich hatte Rechtswissenschaft studiert, aber von der Praxis hatte ich nichts gelernt. Mit Eifer hatte ich die „Maximen der Rechtsprechung“ studiert, wußte aber nicht, wie ich sie in meinem Beruf anwenden sollte. Noch während meiner Studien wurde ich von Bedenken gequält und vertraute schließlich meine Nöte einigen meiner Freunde an… Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen XXXIX – Anwaltshirn

Aus einem Prozess in Massachusetts. Ein ziemlich hartnäckiger Anwalt fragt im Kreuzverhör einen Pathologen, ob er absolut sicher ist, dass ein bestimmter Patient vor der Autopsie auch wirklich tot war. Der Pathologe sagt, er sei sich absolut sicher. Oh, aber wie können Sie so sicher sein? Weil, sagt der Pathologe, sein Gehirn in einem Behälter auf meinem Schreibtisch stand. Aber, sagt der Anwalt, könnte der Patient nicht trotzdem noch am Leben gewesen sein? Nun, kommt die Antwort, Den Rest des Beitrags lesen »