Aufgelesen XVIII – Das religiöse Minimum des Staates

Der Staat ist die von Gott gestiftete Erhaltungsordnung. Diese Erhaltungsordnung zu bewahren, ist die irdische Aufgabe des Menschen. Dazu dient der Eid. Er ist ein Mittel zur Erzeugung von Wahrheit und Treue gegenüber den einzelnen Staatsbürgern, dem Volke und dem Staat. Will der Staat seiner Erhaltungsaufgabe gerecht werden, so muß er einen Damm gegen die Flut der Zerfallserscheinungen errichten. Er muß fordern, daß der Eid als stärkste Ausprägung der Wechselbeziehung zwischen Einzelbürger und Gemeinschaft seinen Bestand hat… Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen XVII – Staatsgestüt

Ein eigenhändiges Albumblatt des Philologen Friedrich Wilhelm Riemer enthält drei gelehrte Epigramme im elegisch-distichischen Versmaß, handelnd vom Staat wie vom geistlichen Stand. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen XVI – Legalmoral

Religionsfreiheit führt zwingend zu einer Unterscheidung zwischen Moralität und Legalität. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen XV – Mehrtürige Linguistin

Was eine Linguistin mit einem Mehrtürer zu tun hat, habe ich kürzlich in einem Kinderbuch aufgelesen, dessen Hauptfigur tiefbegabt ist. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen XIV – Alma Mater

Was war das Besondere an unserer Juristischen Fakultät? Sie vermittelte breite und äußerst vielseitige Kenntnisse. Das Studienprogramm ging davon aus, dass die Aneignung der juristischen Fächer eine gründliche Kenntnis der modernen sozioökonomischen und politischen Prozesse erfordert und deshalb die Beherrschung der Grundlagen anderer Gesellschaftswissenschaften umfassen muss. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen XIII – Die Erteilung des staatlichen Religionsunterrichts

Man vergesse nicht, daß der Staat nicht befugt sei, mit gewissen bestimmten Lehrmeinungen Besoldung, Ehrenamt und Vorzug zu verbinden. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen XII – Acht Marktsonntage in Rheinland-Pfalz oder Der zweite Donnerstag von Scheibbs

Die folgende skurrile Erzählung wurde mir mit dem Betreff „Acht Marktsonntage in Rheinland-Pfalz? Nichts gegen den zweiten Donnerstag von Scheibbs!“ zugesandt. Sie versteht sich als nicht vollständig humorfreien Kommentar zu dem Gesetzesvorhaben des Landes Rheinland-Pfalz. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen XI – Meinst du noch oder glaubst du schon?

Wodurch unterscheiden sich Glauben und Meinen? Die Unterscheidung ist wichtig, denn Glauben führt zum Schutzbereich des Art. 4 Abs. 1 GG, Meinen zum Schutzbereich des Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG. Und auch die Schranken der beiden Grundrechte sind unterschiedlich: Die Glaubensfreiheit ist vorbehaltlos gewährleistet, kann also nur durch – kurz – sog. kollidierendes Verfassungsrecht eingeschränkt werden, die Meinungsfreiheit findet ihre Schranke hingegen schon in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre, Art. 5 Abs. 2 GG. Was also unterscheidet Glauben und Meinen? Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen X – Staatslohn oder Gotteslohn?

Religion und SoldLehren der Tugend und BezahlungPredigten der Gottesfurcht und Lohn?! Diese Begriffe scheinen sich einander zu fliehen. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen IX – Von der Hauptbemühung des Staates

Den Abgeordneten der 18. Legislaturperiode ins Stammbuch: Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen VIII – This Is Water

There are these two young fish swimming along and they happen to meet an older fish swimming the other way, who nods at them and says, “Morning, boys. How’s the water?” Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen VII – Entgegenkommen

Die ewig Unentwegten und Naiven
Ertragen freilich unsre Zweifel nicht.
Flach sei die Welt, erklären sie uns schlicht,
Und Faselei die Sage von den Tiefen.

Denn sollt es wirklich andre Dimensionen
Als die zwei guten, altvertrauten geben,
Wie könnte da ein Mensch noch sicher wohnen,
Wie könnte da ein Mensch noch sorglos leben? Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen VI – Religionszoo

Ich will Ihnen die Zoos nicht anpreisen. Schließen Sie sie alle, wenn Sie wollen (und lassen Sie uns hoffen, dass das, was vom Tierleben noch bleibt, in dem überleben kann, was von der Natur noch bleibt.) Ich weiß, die Menschen mögen keine Zoos mehr. Und keine Religion. Beide sind einem Trugbild, einer falschen Idee von Freiheit zum Opfer gefallen. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen V – Der peruanische Galgen oder Freiheit und Gerechtigkeit

Eine peruanische Sage berichtet von einer Stadt, in der alle glücklich waren. Ihre Bewohner taten, was ihnen gefiel, und kamen gut miteinander aus. Nur der Bürgermeister war traurig, denn er hatte nichts, was er regieren konnte. Das Gefängnis war leer, das Gerichtsgebäude unbenutzt, und der Notar verdiente nichts, weil das Wort mehr galt als das Papier. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen IV – Geistige Unfähigkeit

Die geistige Unfähigkeit, zwischen Staat und Kirche zu unterscheiden, geht … der Unfähigkeit voraus, die Spannung der beiden Funktionen zu ertragen. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen III – Die Arme!

Von einem bekannten Hochschullehrer geht die Anekdote, er habe einst in eiliger Vorbereitung auf eine Vorlesung in der Seminarbibliothek nach seinem Lehrbuch gegriffen und festgestellt, dass die Widmung „Meiner Frau“ von studentischer Hand mit der Bemerkung „Die Arme!“ versehen war. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen II – Der Kaiser relegiert die „dummbigotten Purschen“

Beifolgend ein unterhaltsames Fundstück des Josephinismus, diesmal allerdings gar nicht so “Neben der Sache”, sondern genuin staatskirchenrechtliche Fragen berührend. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen I – Fast erfunden: der Sicherheitsgurt

Aus der Abteilung „Lesefrüchte des Alltags“ eine Illustration des tragischsten aller Erfinderschicksale, also des österreichischen: Den Rest des Beitrags lesen »