Nora Zeineddine, Die Methodik der islamischen Jurisprudenz – Usul al-Fiqh

Das Werk ist die juristische Einführung in die Methodik der islamischen Jurisprudenz in deutscher Sprache. Es führt den Leser in die Begriffe, Systematik und Prinzipien des islamischen Rechts ein und legt die Grundlagen der islamischen Jurisprudenz aus der genuinen Binnenperspektive der muslimischen Gelehrsamkeit dar. Den Rest des Beitrags lesen »

Abdelaali El Maghraoui, Geld im islamischen Recht – Die Grundzüge einer Geldtheorie nach der Rechtslogik ausgewählter klassisch-muslimischer Gelehrter

Im islamischen Recht finden sich viele Ansätze zu sozial- und wirtschaftsethischen Fragen. Das bekannteste Beispiel hierfür sind die zakāt-Pflichtabgabe auf Geld- und Sachvermögen sowie das ribā-Verbot, das allgemeinhin als Zinsverbot interpretiert und übersetzt wird. Erst eine Auseinandersetzung mit den Grundfragen des Geldes ermöglicht es aber, das Wirtschaftsdenken im islamischen Recht vom Grund her zu erschließen. Den Rest des Beitrags lesen »

Mark Eneojo Odah, Juridical Perspectives on Marriage in the Catholic Church and in Islam vis-à-vis Catholic–Muslim Marriages in Nigeria

The marriage of a Catholic to a Muslim brings together two individuals who profess different religious beliefs and are guided by separate matrimonial laws. Most researches tend to point to the fact that interreligious marriages are more likely to have higher rate of failure than marriages in which the parties belong to the same religious tradition. The enormity of the challenges associated with interreligious marriages will be better appreciated if we consider the fact that even marriages involving individuals with the same religious affiliation are not without their challenges. This book exposes some matrimonial provisions in the Catholic Church and in Islam, with the objective of appraising some juridical issues associated with Catholic-Muslim marriages, particularly in the Nigerian context. Den Rest des Beitrags lesen »

EGMR: Sharia law applied to an inheritance dispute contrary to the will of the testator, a Greek belonging to the Muslim minority: violation of the Convention

In today’s Grand Chamber judgment in the case of Molla Sali v. Greece (application no. 20452/14) the European Court of Human Rights held, unanimously, that there had been a violation of Article 14 (prohibition of discrimination) of the European Convention on Human Rights, read in conjunction with Article 1 of Protocol No. 1 (protection of property) to the Convention. Den Rest des Beitrags lesen »

EGMR: Forthcoming Grand Chamber judgment in a case concerning the application of Islamic religious law (Sharia law) to an inheritance dispute

The European Court of Human Rights will be delivering a Grand Chamber judgment in the case of Molla Sali v. Greece (application no. 20452/14) at a public hearing on 19 December 2018 at 10 a.m. in the Human Rights Building, Strasbourg. The case concerns the application by the Greek courts of Islamic religious law (Sharia law) to a case relating to an inheritance right vis-à-vis the estate of the deceased husband of Ms Molla Sali, a Greek national belonging to the Muslim minority. Den Rest des Beitrags lesen »

Christian R. Lange/Wolfgang P. Müller/Christoph K. Neumann (Hrsg.), Islamische und westliche Jurisprudenz des Mittelalters im Vergleich

Der vorliegende Band vereinigt zwölf Aufsätze, deren Ausarbeitung ursprünglich auf ein im April 2015 an der Münchner Carl Friedrich von Siemens Stiftung abgehaltenes Werkstattgespräch zurückgeht. Zu ihren Verfassern zählen jeweils sechs Experten der islamischen und der westlichen Rechtswissenschaft des Mittelalters. Den Rest des Beitrags lesen »

Reik Kirchhof, Grundlegung einer Soziologie der Scharia – Das islamische Recht im Licht einer neuen Theorie der normativen Ordnung und des Rechts

Jenseits etatistischer und territorialer Modellräume entwickelt Reik Kirchhof eine soziologische Theorie der normativen Ordnung und des Rechts und rekonstruiert mit neuer Theoriesprache das traditionelle Narrativ der Islamwissenschaft über die Scharia. Den Rest des Beitrags lesen »

Bundestag: „Vielehen Geflüchteter“ thematisiert

„Vielehen Geflüchteter in Deutschland“ lautet der Titel einer Kleinen Anfrage der AfD­Fraktion (BT-Dr 19/5497). Den Rest des Beitrags lesen »

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AG München: Mit der Mahr zum Notar!

Das bei Heirat in Deutschland gegebene Morgen- oder Brautgabeversprechen bedarf nach hier anwendbarem deutschen Recht notarieller Beurkundung. Das AG München wies mit einem am 24.08.2018 verkündeten Beschluss den Antrag der geschiedenen Ehefrau auf Zahlung von € 4.000,– aus einer bei Heirat vom Antragsgegner versprochenen Morgen- oder Brautgabe (auch mahir oder Mahr) ab. Den Rest des Beitrags lesen »

EGMR: Grand Chamber hearing in a case concerning the application of Islamic religious (Sharia) law to an inheritance dispute

The European Court of Human Rights is holding a Grand Chamber hearing today Wednesday 6 December 2017 at 9.15 a.m. in the case of Molla Sali v. Greece (application no. 20452/14). The case concerns the application by the Greek courts of Islamic religious (Sharia) law to a dispute concerning inheritance rights over the estate of the late husband of Ms Molla Sali, a Greek national belonging to the country’s Muslim minority. Den Rest des Beitrags lesen

EGMR: Forthcoming Grand Chamber hearing on 6 December 2017 – Molla Sali v. Greece (application no. 20452/14)

The applicant, Ms Chatitze Molla Sali, is a Greek national who was born in 1950 and lives in Komotini (Greece). On the death of her husband, Ms Molla Sali inherited his entire estate under the terms of a will drawn up by her late husband before a notary. The deceased’s two sisters contested the will, on the grounds that their brother had belonged to the Thrace Muslim community and that all matters relating to his estate were therefore subject to Islamic law and to the jurisdiction of the mufti rather than to the provisions of the Greek Civil Code. They relied in particular on the 1920 Treaty of Sèvres and the 1923 Treaty of Lausanne, which provided for Islamic customs and Islamic religious law to be applied to Greek nationals who were Muslims. Den Rest des Beitrags lesen

GA Saugmandsgaard Øe: Private Scheidungen fallen nicht in den Anwendungsbereich der Rom III-Verordnung

Jedenfalls darf eine solche Scheidung nach dieser Verordnung über das auf die Ehescheidung anzuwendende Recht nicht als rechtswirksam anerkannt werden, wenn das maßgebliche ausländische Recht diskriminierend ist. Den Rest des Beitrags lesen

Sina Fontana, Universelle Frauenrechte und islamisches Recht

Die Vereinbarkeit von universellen Menschenrechten und islamischem Recht wird vielfach pauschal verneint. Am Beispiel der Frauenrechte geht Sina Fontana der Frage nach, ob es strukturell möglich ist, die sich aus den internationalen Menschenrechtsabkommen ergebenen Verpflichtungen auch in solchen Ländern in das nationale Recht umzusetzen, die eine vom islamischen Recht geprägte Rechtsordnung aufweisen. Den Rest des Beitrags lesen »

OLG Hamm: Keine gleichzeitigen Ehescheidungsverfahren vor einem deutschen Familiengericht und einem ausländischen (Scharia-)Gericht

Ehescheidungsverfahren können nicht gleichzeitig vor einem deutschen Familiengericht und vor einem Scharia-Gericht im Libanon betrieben werden. Das hat der 3. Senat für Familiensachen des OLG Hamm am 06.01.2017 unter Abänderung der erstinstanzlichen Entscheidung des AG – FamG – Herne entschieden. Den Rest des Beitrags lesen

Mohamed Bassam Kabbani, Pragmatismus im islamischen Recht

Seit langer Zeit stellt sich seitens vieler Muslime und Nichtmuslime die Frage, ob der Islam mit den modernen Menschenrechten kompatibel sei und ob im Westen lebende Muslime diesen Werten gegenüber loyal seien. Die Verbreitung des Gedankengutes des Islamischen Staats „IS“, welcher die Welt in zwei Lager teilt, die sich gegenseitig zu vernichten haben, macht die Antwort darauf noch dringlicher. Bemerkenswert ist aber, dass viele Gegner des Islams unsere Welt genauso verstehen. Ob und inwieweit es pragmatische Vorgehensweisen und Regelungen im Islam gibt, wird in diesem Buch behandelt und dann mit Beispielen aus Koran und Sunna näher ausgeführt. Den Rest des Beitrags lesen »

OLG Hamm: Geschiedener muslimischer Ehefrau steht „Abendgabe“ auch ohne „talaq“ zu

Die in einem islamisch-sunnitischen Ehevertrag für den Fall der Ehescheidung zu Gunsten der Ehefrau vereinbarte „Abendgabe“ schuldet der Ehemann auch dann, wenn die Ehefrau die Scheidung beantragt und dieser daher kein „talaq“ (Scheidungsverstoßung) des Ehemanns zu Grunde liegt. Das hat der 3. Senat des OLG Hamm am 22.04.2016 beschlossen und damit die erstinstanzliche Entscheidung des AG Bochum – FamG – bestätigt. Den Rest des Beitrags lesen

Lena-Maria Möller, Die Golfstaaten auf dem Weg zu einem modernen Recht für die Familie? Zur Kodifikation des Personalstatuts in Bahrain, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten

Islamisches Recht wird oftmals als starr und entwicklungsunfähig wahrgenommen. Die Reduktion des islamischen Rechts auf Religion und jahrhundertealte Tradition verfehlt jedoch dessen Dynamik und Wandelbarkeit. Wie ein modernes Recht für die Familie im islamischen Rechtskreis entstehen kann, untersucht Lena-Maria Möller am Beispiel der neuen Familiengesetzbücher Bahrains, Katars und der Vereinigten Arabischen Emirate. Den Rest des Beitrags lesen »

Nadjma Yassari, Die Brautgabe im Familienvermögensrecht – Innerislamischer Rechtsvergleich und Integration in das deutsche Recht

Die Brautgabe (mahr) ist eine Schlüsselfigur des klassischen islamischen Eherechts, die von allen islamischen Ländern rezipiert worden ist. Nadjma Yassari untersucht die Grundlagen dieses Rechtsinstituts, verfolgt ihre historische Entwicklung und kontextualisiert sie im Familienvermögensrecht von Ägypten, Iran, Pakistan und Tunesien. Den Rest des Beitrags lesen »

Ali Türkmenoglu, Das Strafrecht des klassischen islamischen Rechts – Mit einem Vergleich zwischen der islamischen und der modernen deutschen Strafrechtslehre

Die Philosophie ist eine Frucht des Menschen und der Menschheit. Es wäre ideal und eine Bereicherung, wenn man die Ergebnisse des Denkens der verschiedenen Seiten miteinander vergleichen würde, um nützliche Erkenntnisse zu gewinnen. Dieses Buch befasst sich anhand der klassischen Fiqh-Literatur der bedeutendsten Rechtsschulen mit dem islamischen Strafrecht. Das Verständnis der Scharia wird differenziert dargestellt und erläutert. Ein wichtiger Irrtum besteht in der häufigen Ansicht, dass es sich bei der Scharia um einen unveränderbaren einheitlichen Corpus des islamischen Rechts handelt. Aufgezeigt werden zahlreiche im Westen vorhandene Missverständnisse und die Vermittlung eines klareren Bildes des islamischen Rechts. Herausgestellt werden soll die präventive Erziehung der islamischen Strafrechtsphilosophie. Der Vergleich des islamischen mit dem deutschen Strafrecht weist zahlreiche Parallelen auf, die sich hauptsächlich auf ihre Grundlagen beziehen. Den Rest des Beitrags lesen »

Mathias Rohe, Das islamische Recht

Dr. Daniel GehrmannVon Dr. Daniel Gehrmann, Dortmund

Mathias Rohe schreibt nicht für Ideologen. Die Bücher des Erlanger Islamwissenschaftlers und Juristen sind angenehm unaufgeregt im Ton, bieten einen breiten Überblick und sind auch für den Laien gut verständlich.

Nachdem 2011 sein vorzügliches Werk „Das islamische Recht – Geschichte und Gegenwart“ in dritter, aktualisierter Auflage erschienen war, legt er 2013 ein schmaleres Bändchen in Form einer „Einführung“ vor, das sich an ein breiteres, nicht primär wissenschaftlich interessiertes Publikum richtet. Beide Werke sollen hier vorgestellt werden. Den Rest des Beitrags lesen »