SG Heilbronn: Nachversicherungspflicht der „Deutsche Spätregenmission e.V.“ für ausgeschiedene Mitglieder ihrer „Glaubensgemeinschaft“?

Die „Deutsche Spätregenmission e.V.“ (DS) verfolgt das Ziel, „Menschen zu veranlassen, … einen biblischen Wandel durch die Kraft des Erlösungsblutes … zu führen und sich bereit machen zu lassen für die Wiederkunft Jesu Christi“. Sie hat in Beilstein im Kreis Heilbronn ihre europäische Zentrale. Dort lebte von 1965 an die heute 64-jährige B, bis sie die „Glaubensgemeinschaft“ nach fast 15 Jahren verließ und letztlich in den Kreis Ludwigsburg zog. Als B nunmehr ihren Versicherungsverlauf vom Rentenversicherungsträger feststellen lassen wollte (sog. Kontenklärung), fiel auf, dass die DS für sie (wie für andere Mitglieder auch) keine Rentenversicherungsbeiträge entrichtet hatte – weder vor noch nach deren Ausscheiden. Daraufhin forderte der Rentenversicherungsträger die DS auf, für die Zeit von 1965 bis 1979 Nachversicherungsbeiträge für B in ungenannter Höhe zu zahlen. Den Rest des Beitrags lesen »

VG Köln: Beschneidungsfeier an Karfreitag unzulässig

Das VG Köln hat eine Verfügung der Stadt Köln insoweit bestätigt, als in dem Ehrenfelder Veranstaltungsraum „Eurosaal“ am Karfreitag eine Beschneidungsfeier nicht stattfinden darf. Den Rest des Beitrags lesen »

VG Koblenz: Kindergarten einer Kirchengemeinde darf auch als Haupt- und Nebenstelle betrieben werden

Die klagende Kirchengemeinde betreibt einen vierzügigen Kindergarten in Nentershausen. Nachdem sie im Januar 2012 auch die Trägerschaft des einzügigen Kindergartens in der ca. 2,5 km entfernten Nachbargemeinde Görgeshausen übernommen hatte, beantragte sie beim beklagten Land die Erweiterung ihrer Betriebserlaubnis betreffend den Kindergarten in Nentershausen. Dieser soll nach dem Willen der Klägerin zukünftig als eine fünfzügige Einrichtung mit Hauptstelle in Nentershausen und einer Nebenstelle in Görgeshausen betrieben werden. Diesen Antrag lehnte das beklagte Land ab. Den Rest des Beitrags lesen »

VG Berlin: Körperwelten – Berliner Bestattungsgesetz erfasst keine Plastinate

Für die Ausstellung plastinierter menschlicher Körper bedarf es in Berlin keiner vorherigen Genehmigung nach dem Bestattungsgesetz. Das hat das VG Berlin entschieden. Den Rest des Beitrags lesen »

BVerwG: Beschäftigung von Arbeitnehmern an Sonn- und Feiertagen nach werktäglichem Ladenschluss um 24.00 Uhr unzulässig

Das BVerwG hat klargestellt, dass es gegen Verfassungsrecht verstößt, wenn Arbeitnehmer an Sonn- und Feiertagen beschäftigt werden, um nach Ladenschluss am vorausgegangenen Werktag um 24.00 Uhr noch anwesende Kunden zu bedienen oder Abwicklungsarbeiten vorzunehmen. Den Rest des Beitrags lesen »

OLG Frankfurt a.M.: Kreshnik B. wegen mitgliedschaftlicher Beteiligung in der Vereinigung ISIS („Islamischer Staat im Irak und Groß-Syrien“) zu Jugendstrafe von 3 Jahren und 9 Monaten verurteilt

Der Staatsschutzsenat des OLG Frankfurt a.M. hat den 20-jährigen deutschen Staatsangehörigen Kreshnik B. der mitgliedschaftlichen Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung im Ausland schuldig gesprochen und ihn zu einer Jugendstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt. In der seit dem 15.09.2014 durchgeführten Hauptverhandlung hat der Senat folgenden Sachverhalt festgestellt: Den Rest des Beitrags lesen »

NdsOVG: Corvinuskirche in Hannover stellt ein Baudenkmal dar

Der 1. Senat des NdsOVG hat nach einer Ortsbesichtigung entschieden, dass die Corvinuskirche in Hannover ein Baudenkmal darstellt. Daher hat es das Urteil des VG Hannover vom 26.02.2013 geändert, welches erstinstanzlich den von der Kirchengemeinde angefochtenen Bescheid des Landesamts für Denkmalschutz aufgehoben hatte, mit dem dieses die Denkmaleigenschaft festgestellt hatte. Den Rest des Beitrags lesen »

AG Köln: Femen-Aktivistin verurteilt

Das AG Köln hat die Femen-Aktivistin Josephine W. wegen Störung der Religionsausübung zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je € 20,– verurteilt. Das Gericht hat in seiner Entscheidung das Erwachsenenstrafrecht angewandt. Den Rest des Beitrags lesen »

EGMR: Grand Chamber hearing concerning an Iranian national converted to Christianity in Sweden who is to be expelled to his country of origin

The European Court of Human Rights is holding a Grand Chamber hearing today Wednesday 3 December 2014 at 9.15 a.m. in the case of F.G. v. Sweden (application no. 43611/11). The case concerns the refusal of asylum to an Iranian national who alleges that, if expelled to Iran, he would be at a real risk of being persecuted and punished or sentenced to death. The hearing will be broadcast from 2.30 p.m. on the Court’s Internet site (www.echr.coe.int). After the hearing the Court will begin its deliberations, which will be held in private. Its ruling in the case will, however, be made at a later stage. Den Rest des Beitrags lesen »

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EGMR: Criminal conviction of participants in a religious service organized in memory of deceased members of the PKK terrorist organization infringed the Convention

In today’s Chamber judgment in the case of Güler and Uğur v. Turkey (applications nos. 31706/10 and 33088/10) the European Court of Human Rights held, by a majority, that there had been a violation of Article 9 (right to freedom of thought, conscience and religion) of the European Convention on Human Rights. The case concerned the applicants’ conviction for propaganda promoting a terrorist organization on account of their participation in a religious service organized on the premises of a political party in memory of three members of an illegal organization (the PKK) who had been killed by security forces. The Court found that the interference with the applicants’ freedom of religion on account of that conviction had not been “prescribed by law” in so far as the domestic-law provision on which it had been based had not met the requirements of clarity and foreseeability. Den Rest des Beitrags lesen »

EGMR: Denying the Alevi community exemption from electricity bills – granted to places of worship – was discriminatory

In today’s Chamber judgment in the case of Cumhuriyetçi Eğitim Ve Kültür Merkezi Vakfi v. Turkey (application no. 32093/10) the European Court of Human Rights held, unanimously, that there had been a violation of Article 14 (prohibition of discrimination) taken together with Article 9 (freedom of thought, conscience and religion) of the European Convention on Human Rights. The case concerned the possibility under Turkish law for places of worship to be granted an exemption from paying electricity bills and the refusal to grant this privilege to the applicant foundation. The Court found in particular that the applicant foundation had sustained a difference in treatment without any objective or reasonable justification, and that the system for granting exemptions from payment of electricity bills for places of worship under Turkish law entailed discrimination on the ground of religion. Den Rest des Beitrags lesen »

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SG Karlsruhe: Realisierbare Ausgleichsansprüche gegen andere Bestattungspflichtige stehen vollständiger Übernahme von Bestattungskosten aus Sozialhilfemitteln entgegen

Die Klägerin machte gegen den beklagten Hilfeträger die Übernahme restlicher Bestattungskosten aus Mitteln der Sozialhilfe geltend. Dieser erstattete der Klägerin und im Verlauf des Klageverfahrens auch einem ihrer Geschwister jeweils ein Viertel der nicht gedeckten Aufwendungen für die Beerdigung ihrer Mutter: Nachdem alle in Betracht kommenden gesetzlichen Erben die Erbschaft wirksam ausgeschlagen hätten, seien die Klägerin und ihre drei Geschwister als Gesamtschuldner, mithin gleichrangig anteilig verpflichtet, die Bestattungskosten zu tragen. Ihr stünden gegen ihre Geschwister Ausgleichsansprüche zu. Es sei Sache der Klägerin, deren finanzielle Leistungsunfähigkeit darzulegen und zu beweisen. Den Rest des Beitrags lesen »

EGMR: Forthcoming hearing on 3 December 2014 at 9.15 a.m.: Grand Chamber hearing in the case F.G. v. Sweden (application no. 43611/11)

The applicant, F.G., is an Iranian national who was born in 1962 and is currently in Sweden. He arrived in Sweden in November 2009 claiming asylum. In his initial request for asylum he submitted that he had been politically active against the Iranian regime. He also mentioned that he had converted to Christianity after coming to Sweden but didn’t wish to rely on it as an asylum ground, either before the Migration Board or, on appeal, before the Migration Court, since he considered it a personal matter. Having been refused asylum on political grounds, F.G. requested a stay on his deportation order, relying on his conversion to Christianity as a new circumstance to be taken into consideration. His request was refused by the authorities in a decision which was eventually upheld in November 2011, on the ground that his conversion was not a “new circumstance” which could justify a reexamination of the proceedings. Den Rest des Beitrags lesen »

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EGMR: Forthcoming judgment on 2 December 2014 – Cumhuriyetçi Eğitim Ve Kültür Merkezi Vakfı v. Turkey (no. 32093/10)

The applicant association, Cumhuriyetçi Eğitim Ve Kültür Merkezi Vakfı (Foundation for Republican Education and Culture, hereafter “the Foundation”), is a foundation established under Turkish law, which was set up in 1995 and has charitable status. In this case, the foundation complains about the refusal to exempt it from paying its electricity bills, arguing that national legislation provides for such an exemption for places of worship. Den Rest des Beitrags lesen »

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EGMR: Forthcoming judgment on Tuesday 2 December 2014 – Güler and Uğur v. Turkey (nos. 31706/10 and 33088/10)

The applicants, İhsan Güler and Sinan Uğur, are Turkish nationals who were born in 1964 and 1947 respectively and live in Ankara and İzmir (Turkey). The case concerns the applicants’ conviction in 2008 to ten months’ imprisonment for propaganda in favour of a terrorist organization, on account of their participation in a religious service organized in the premises of the Party for a Democratic Society (DTP) in memory of three individuals, members of the PKK (Workers’ Party of Kurdistan, an illegal armed organization), who had been killed by the security forces. Den Rest des Beitrags lesen »

BVerwG: Hessische Bedarfsgewerbeverordnung teilweise nichtig

Das BVerwG in Leipzig hat auf Normenkontrollanträge einer Gewerkschaft und zweier evangelischer Gemeindeverbände entschieden, dass die Hessische Bedarfsgewerbeverordnung insoweit nichtig ist, als sie eine Beschäftigung von Arbeitnehmern an Sonn- und gesetzlichen Feiertagen in den Bereichen Videotheken und öffentliche Bibliotheken, Callcentern und Lotto- und Totogesellschaften zulässt. Soweit die Verordnung eine solche Beschäftigung in den Bereichen Brauereien, Betriebe zur Herstellung von alkoholfreien Getränken oder Schaumwein, Fabriken zur Herstellung von Roh- und Speiseeis zulässt, hat das BVerwG keine abschließende Entscheidung über die Gültigkeit der Verordnung getroffen, weil es an ausreichenden tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz fehlte. Hingegen hat das BVerwG die Verordnung für wirksam befunden, soweit sie eine Beschäftigung von Arbeitnehmern an Sonn- und gesetzlichen Feiertagen in dem Bereich des Buchmachergewerbes zulässt. Den Rest des Beitrags lesen »

VG Aachen: Bundeswehrarzt auch nach 20 Jahren Dienstzeit als Kriegsdienstverweigerer anzuerkennen

Die 1. Kammer des VG Aachen unter Vorsitz von Vizepräsident Markus Lehmler hat der Klage eines Sanitätsoffiziers im Rang eines Oberfeldarztes auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer nach 20 Jahren Dienstzeit stattgegeben. Den Rest des Beitrags lesen »

BVerfG: Vertraglich vereinbarte Loyalitätsobliegenheiten in kirchlichen Arbeitsverhältnissen unterliegen weiterhin nur eingeschränkter Überprüfung durch die staatlichen Gerichte

Der Zweite Senat des BVerfG hat ein Urteil des BAG aufgehoben, das die Kündigung eines Chefarztes im Krankenhaus eines katholischen Trägers nach dessen Wiederverheiratung für unwirksam erklärt hatte. In dieser Entscheidung bestätigt und konkretisiert der Senat seine bisherige Rechtsprechung (BVerfGE 70, 138). Welche kirchlichen Grundverpflichtungen als Gegenstand eines Arbeitsverhältnisses bedeutsam sein können, richtet sich demzufolge allein nach den von der verfassten Kirche anerkannten Maßstäben und dem konkreten Inhalt des Arbeitsvertrags. Die staatlichen Gerichte dürfen sich nicht über das kirchliche Selbstverständnis hinwegsetzen, solange dieses nicht in Widerspruch zu grundlegenden verfassungsrechtlichen Gewährleistungen steht. Erst auf einer zweiten Prüfungsstufe sind die Grundrechte der betroffenen Arbeitnehmer und deren durch das allgemeine Arbeitsrecht geschützte Interessen mit den kirchlichen Belangen und der korporativen Religionsfreiheit im Rahmen einer Gesamtabwägung zum Ausgleich zu bringen. Der Verfassungsbeschwerde des katholischen Krankenhausträgers hat der Zweite Senat stattgegeben und das Verfahren an das BAG zurückverwiesen, da Bedeutung und Tragweite des kirchlichen Selbstbestimmungsrechts bislang nicht ausreichend berücksichtigt worden sind. Den Rest des Beitrags lesen »

LG Magdeburg: Freispruch wegen Störung der Totenruhe rechtskräftig

Am 09.09.2014 hat das AG Oschersleben den Angeklagten wegen Störung der Totenruhe freigesprochen. Hiergegen hatte die Staatsanwaltschaft zunächst Berufung eingelegt. Kurz vor Beginn der Berufungsverhandlung hat die Staatsanwaltschaft die Berufung zurück genommen. Der Freispruch ist damit rechtskräftig. Den Rest des Beitrags lesen »

VG Hannover: Gericht lehnt Eilantrag gegen Beschränkungen zur Versammlung „Europa gegen den Terror des Islamismus“ ab

Die Antragsteller wenden sich gegen drei der insgesamt 16 Auflagen, die die Polizeidirektion Hannover im Anschluss an den Beschluss des Gerichts vom 13.11.2014 verfügt hat, nämlich das Gebot der Vorlage eines Ablaufplanes, das Verbot, Embleme oder Tätowierungen mit Bildern von Totenköpfen sichtbar zu tragen, und das Verbot des Auftritts der Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“. Für diese Auflagen gebe es im Niedersächsischen Versammlungsgesetz (NVersG) keine hinreichende Rechtsgrundlage. Den Rest des Beitrags lesen

VG Hannover: Gericht erlaubt Versammlung „Europa gegen den Terror des Islamismus“ als stationäre Versammlung auf der Fläche des alten ZOB und ordnet weitere Beschränkungen an

Die Polizeidirektion Hannover untersagte den Aufzug sowie jede Form der Ersatzveranstaltung mit Verfügung vom 10.11.2014: Die angezeigte Veranstaltung genieße schon nicht den Schutz der Versammlungsfreiheit, weil keine friedliche Versammlung beabsichtigt sei. Die Versammlung diene als Vorwand dafür, dass ein dominierender Teilnehmerkreis die gewalttätige Auseinandersetzung suchen werde. Wegen des zu erwartenden unfriedlichen Verlaufs bestehe eine konkrete Gefahr für die öffentliche Sicherheit. Der Anmelder der Versammlung und der Versammlungsleiter seien der Gruppierung „Hooligans gegen Salafismus“ zuzurechnen. Es deuteten Tatsachen darauf hin, dass es zu schweren Ausschreitungen und dabei zu Körperverletzungen und Sachbeschädigungen kommen werde. Den Rest des Beitrags lesen

EGMR: Islam-Ittihad Association and Others v. Azerbaijan (application no. 5548/05)

The applicants are the Islam-Ittihad Association, an NGO with headquarters in Baku, which was active between 1991 and 2003, and Azer Samadov and Ilgar Allahverdiyev, Azerbaijani nationals who were born in 1961 and 1973 respectively and live in Baku. They were the association’s chairman and a member of its management board, respectively. The association’s main activities included the repair and maintenance of mosques, and it engaged in projects aimed at promoting respect for human rights and in a number of humanitarian activities. The case concerned the association’s forced dissolution, which had been ordered by a district court in 2003 in proceedings brought by the Ministry of Justice. Den Rest des Beitrags lesen »

BVerfG: Kein Homeschooling aus religiösen Gründen – Strafnorm des hessischen Schulrechts gegen Entziehung eines Kindes von der Schulpflicht ist verfassungsgemäß

Eine landesrechtliche Strafnorm, die die dauernde Entziehung eines Kindes von der Schulpflicht sanktioniert, ist mit dem Grundgesetz vereinbar. Dies hat die 2. Kammer des Zweiten Senats des BVerfG mit heute veröffentlichtem Beschluss entschieden. Den Rest des Beitrags lesen »

EGMR: Forthcoming judgment on 13 November 2014 – Islam-Ittihad Association and Others v. Azerbaijan (application no. 5548/05)

The applicants are the Islam-Ittihad Association, an NGO with headquarters in Baku, which was active between 1991 and 2003, and Azer Samadov and Ilgar Allahverdiyev, Azerbaijani nationals who were born in 1961 and 1973 respectively and live in Baku. They were the association’s chairman and a member of its management board, respectively. The association’s main activities included the repair and maintenance of mosques, and it engaged in projects aimed at promoting respect for human rights and in a number of humanitarian activities. The case concerns the association’s forced dissolution, which was ordered by a district court in 2003 in proceedings brought by the Ministry of Justice. Den Rest des Beitrags lesen »

EGMR: A company’s inability to challenge the Roman Catholic Church’s entry in the land register relating to property previously registered by the company violated its ownership rights

In today’s Chamber judgment in the case of Sociedad Anónima del Ucieza v. Spain (application no. 38963/08) the European Court of Human Rights held, unanimously, that there had been a violation of Article 6 § 1 of the European Convention on Human Rights, and held by a majority, that there had been a violation of Article 1 of Protocol No. 1 to the Convention. The case concerned a dispute over ownership of a medieval church between the applicant company, which had purchased and registered in the land register a plot of land in which the church had formed an enclave, and the Diocese of Palencia, which had registered the same church in its own name in the land register sixteen years later. The applicant company therefore considered that it had been unfairly deprived of part of its property for no reason of public interest and without any compensation. Den Rest des Beitrags lesen »

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