OLG Düsseldorf: Mitgliedschaft in der ausländischen terroristischen Vereinigung „Junud al-Sham“ – Prozessauftakt am 23.06.2017 gegen Azhar Nadm Kata Al R.

Am Freitag, 23.06.2017, beginnt im Saal 1 des Prozessgebäudes des OLG Düsseldorf vor dem 5. Strafsenat unter Leitung der Richterin am OLG Dr. Karina Puderbach-Dehne die Hauptverhandlung gegen den 26-jährigen irakischen Staatsangehörigen Azhar Nadm Kata Al R. Fortsetzungstermine sind zunächst auf den 07. und 12.07.2017 anberaumt.

Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf wirft Azhar Nadm Kata Al R. vor, im Dezember 2013 in das syrische Bürgerkriegsgebiet gereist zu sein, um sich dort der ausländischen terroristischen Vereinigung „Junud al-Sham“ und deren Kampf für die Einrichtung eines islamischen Gottesstaates anzuschließen. Er soll dort gemeinsam mit weiteren deutschsprachigen Personen im „Deutschen Haus“ den Umgang mit Schusswaffen erlernt und an einer Ausbildung im Ausführen und Einhalten militärischer Kommandos und infanteristischer Verhaltensweisen teilgenommen haben. Nachdem er erfahren habe, nicht an der Erstürmung des Zentralgefängnisses der Stadt Aleppo teilnehmen zu dürfen, soll er im Januar 2014 Syrien verlassen und über die Türkei nach Brüssel gereist sein.

Dem Angeklagten wird daher die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vorgeworfen, §§ 129a Abs. 1, 129b Abs. 1 StGB. Im Falle einer Verurteilung muss der Angeklagte mit Freiheitsstrafe bis zu 10 Jahren rechnen. (OLG Düsseldorf, III – 5 StS 2/17)

Pressemitteilung des OLG Düsseldorf Nr. 20 v. 21.06.2017

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