Karl-Heinz-Ladeur/Ino Augsberg (Hrsg.), Talmudische Tradition und moderne Rechtstheorie – Kontexte und Perspektiven einer Begegnung

Die jüdische Rechtstradition ist in der deutschen Jurisprudenz bislang kaum ein Forschungsthema. Dabei bildet diese Tradition ein faszinierendes Untersuchungsfeld nicht allein für den Rechtsvergleich, sondern auch und gerade für eine moderne, an Prozessen der Pluralisierung und Transnationalisierung des Rechts interessierte Rechtstheorie.

Die jüdische Rechtstradition besitzt kein institutionelles Fundament im Sinne eines eigenen, dem des modernen Staats vergleichbaren Justizapparats, sondern ist um einen Text und dessen immer neue, vielfältige Auslegung zentriert. Damit zeigt sie sich als Alternative zum klassisch-nationalstaatlich geprägten Rechtsmodell. In Anknüpfung an die lebhafte US-amerikanische Debatte, die hier erstmals in deutschsprachigen Beiträgen prominenter Experten auf diesem Gebiet zu Wort kommt, und im Austausch mit den Sichtweisen anderer Disziplinen, wie der Literaturwissenschaft, der Politischen Philosophie und der Judaistik, unternimmt es der Band, Bedingungen und Perspektiven eines Dialogs der Rechtskulturen auszuloten.

Karl-Heinz-Ladeur/Ino Augsberg (Hrsg.), Talmudische Tradition und moderne Rechtstheorie – Kontexte und Perspektiven einer Begegnung. Tübingen: Mohr Siebeck, 2013. XI, 243 Seiten. ISBN 978-3-16-152245-1. € 59.–.

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