Aufgelesen LVI – Rabbi Meirs Rechtsmanagement

Wenn jemandem [ein Fall] zur Entscheidung oder Belehrung vorgelegt wird, so soll man zunächst [den Fall] analysieren und eine Überlegung aus eigener Vernunft treffen. Und erst dann überprüft man die Kodizes.

Und ebenso verfuhr Maharam [Rabbi Meir], wenn ihm [ein Fall] zur Entscheidung oder Belehrung vorgelegt wurde: Er notierte sogleich seine Meinung, nachdem er den Fall analysiert hatte. Nachdem er alles notiert hatte, schaute er in die Kodizes. Falls er sah, dass alle Kodizes ihm widersprachen, dann war seine Meinung nichtig. Falls er aber einen Kodex fand, der ihm zustimmte, dann, sogar wenn alle anderen ihm widersprachen, entschied er so, wozu sein Herz ihn richtete.

Aufgelesen in: Vladislav Zeev Slepoy, Halachische Literatur in Aschkenas in den Jahren 1350–1500, 2016, S. 271 f.

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