Bundesregierung: Reformationsjubiläum 2017 – Gemeinsam feiern, was einst spaltete

Die Vorbereitungen zum Reformationsjubiläum 2017 laufen auf Hochtouren. Weltoffen und in ökumenischer Verbundenheit soll das Jubiläumsjahr gefeiert werden. Dies erklärte Kulturstaatsministerin Grütters auf der 13. Jahrestagung des beratenden Kuratoriums.

Die öffentliche Aufmerksamkeit nimmt spürbar zu, heißt es der Erklärung des Kuratoriums zu seiner Tagung in Nürnberg. National und international wachse das Interesse an der geistlichen Dimension des Reformationsjubiläums. Auch die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit den historischen Aspekten der Reformation sowie ihren enormen politischen, sozialen und kulturellen Auswirkungen nicht nur in Deutschland, sondern weltweit, nehme zu.

Das Kuratorium des Reformationsjubiläums 2017 beschließt grundlegende Angelegenheiten bei der Vorbereitung und Gestaltung des Jubiläumsjahres. Unter Vorsitz des EKD-Ratsvorsitzenden Bedford-Strohm tagt das Gremium einmal im Jahr. Kulturstaatsministerin Grütters ist stellvertretende Vorsitzende. Mitglieder sind unter anderem der Bund, die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg, Hessen, Bayern und Rheinland-Pfalz und die Lutherstadt Wittenberg. Von kirchlicher Seite sind die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Union Evangelischer Kirchen (UEK) und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELK) sowie die entsprechenden Landeskirchen vertreten.

Staatliche und kirchliche Partner bündeln Kräfte

Auch Kulturstaatsministerin Grütters sieht die Vorbereitungen für das Reformationsjubiläum 2017 auf einem guten Weg. Unser Anliegen, viele Bürgerinnen und Bürger – ganz unabhängig von ihren weltanschaulichen und religiösen Überzeugungen – zur Beteiligung an der Lutherdekade und dem Jubiläum zu bewegen, spornt alle Institutionen für die verbleibenden Monaten an, ihre Anstrengungen noch weiter zu verstärken, sagte sie nach der Tagung.

Auf der Zielgeraden bündeln staatliche und kirchliche Partner alle Kräfte, so Grütters weiter. Die Bundesregierung wird sich hierbei auch weiterhin aktiv einbringen.

Jubiläum in ökumenischer Verbundenheit

Das Jubiläumsjahr 2017 soll an die Reformation als ein Ereignis von weltgeschichtlicher Bedeutung erinnern. Zugleich soll es nach Auffassung des Kuratoriums Gelegenheit sein, über den bleibenden Beitrag des reformatorisch geprägten Glaubens für unsere Welt zu diskutieren und über die Identität des westlichen Gesellschaftsentwurfs nachzudenken.

Dabei wollen wir weltoffen und ohne nationale Überheblichkeit feiern. Es ist ein schönes und zukunftsweisendes Signal gelebter Ökumene, dass die beiden großen Kirchen das Reformationsfest 2017 gemeinsam und in ökumenischer Verbundenheit begehen wollen, betonten die Kuratoriumsmitglieder in ihrer Erklärung.

Das Kuratorium ermutigte insbesondere für das Jahr 2017 alle Partner, mit eigenen Initiativen, Projekten und Veranstaltungen zu einem umfassenden Verständnis und einer breiten öffentlichen Wirkung des Reformationsjubiläums 2017 beizutragen. Dies solle die historische, kulturelle und religiöse Bildung sowie die Auseinandersetzung um die geistigen Wurzeln von Staat und Kirche fördern und Deutschland als weltoffenes Kultur- und Gastgeberland präsentieren.

Reformationstag 2017 wird bundesweiter Feiertag

Auch deswegen sei der Reformationstag am 31.10.2017 zu einem bundeseinheitlichen Feiertag in allen Bundesländern geworden, hieß es weiter. In der Lutherstadt Wittenberg werden die Feierlichkeiten zum 500. Jahrestag der Reformation an diesem Tag ihren festlichen Höhepunkt erreichen.

Das Kuratorium begrüßte die Entscheidung, ein aus Vertreterinnen und Vertretern von EKD, EKM, Bund, Land Sachsen-Anhalt, Lutherstadt Wittenberg sowie der staatlichen und der kirchlichen Geschäftsstelle bestehendes Vorbereitungsteam einzusetzen. Unter der Leitung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien werden dort die organisatorischen und protokollarischen Vorbereitungen der Feierlichkeiten in Wittenberg am 31.10.2017 mit einem Festgottesdienst und einem Festakt getroffen.

Bundesregierung v. 05.10.2015

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