Bundesregierung: Wiedereröffnung des Melanchthonhauses – Ein weiterer Meilenstein zum Reformationsjubiläum 2017

Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat heute mit dem Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, das sanierte Melanchthonhaus und die neue Dauerausstellung „Philipp Melanchthon: Leben – Werk – Wirkung“ in der Lutherstadt Wittenberg eröffnet.

Dazu erklärte der Staatsminister: „Das Reformationsjubiläum ist ein Ereignis von nationaler und internationaler Bedeutung. Es bietet die Möglichkeit, Deutschland als Kulturnation zu präsentieren und ein positives Deutschlandbild im Ausland zu befördern. Die Eröffnung des Melanchthonhauses ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. Insgesamt über 2 Mio. € hat der Bund zur Verfügung gestellt, um diesen bedeutenden Teil des UNESCO-Weltkulturerbes ‘Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg’ wieder zum Strahlen zu bringen. Die Sanierung der Lutherstätten ist dem vorbildlichen Zusammenwirken von Bund, Land und Kommune zu verdanken. Seit vielen Jahren fördert der Bund den dauerhaften Betrieb der Stiftung Luthergedenkstätten substanziell, in diesem Jahr mit rund 1 Mio. Euro.“

Weiter betonte Staatsminister Bernd Neumann: „In kaum einem Bundesland ist die Dichte an Kultureinrichtungen, auch denen, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören, höher als in Sachsen-Anhalt. Deshalb gilt für das Reformationsjubiläum, aber auch darüber hinaus: Der Bund wird weiterhin als verlässlicher Partner und Förderer an der Seite des Landes Sachsen-Anhalt stehen.“

Das Melanchthonhaus, in dem der Reformator Philipp Melanchthon seit 1539 lebte, wird nach mehr als zwei Jahren Bauzeit wiedereröffnet. Das Haus gehört zur Stiftung Luthergedenkstätten, die einen Schwerpunkt der Arbeit zum Reformationsjubiläum darstellt. Die Aktivitäten der Bundesregierung für das Reformationsjubiläum werden durch den Kulturstaatsminister koordiniert.

Seit dem Jahre 2011 fördert der Staatsminister für Kultur und Medien mit 5 Mio. € jährlich im Rahmen der Luther-Dekade unterschiedliche Veranstaltungen im ganzen Land wie Konzerte, Ausstellungen, Konferenzen oder Maßnahmen zur kulturellen Bildung sowie den Erhalt und die Sanierung bedeutender Reformationsstätten. Bis zum Jubiläumsjahr 2017 sollen damit insgesamt 35 Mio. € an Sondermitteln aus dem Etat des Kulturstaatsministers zur Verfügung gestellt werden. Bislang wurden aus seinem Etat 2,1 Mio. € für Projekte im Rahmen des Reformationsjubiläums im Land Sachsen-Anhalt zur Verfügung gestellt.

Pressemitteilung der Bundesregierung v. 15.02.2013

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