Aufgelesen 168 – Anleitung zur Manipulation von Richtern

Einige Experimente haben auf verstörende Weise die Wirkmächtigkeit zufällig gewählter Anker demonstriert. Deutsche Richter mit einer durchschnittlichen Berufserfahrung von über 15 Jahren lasen die Beschreibung einer Frau, die bei einem Ladendiebstahl erwischt worden war, und warfen dann zwei Würfel, die gezinkt waren, sodass jeder Wurf entweder zu einer Drei oder einer Neun führte. Sobald die Würfel zum Liegen kamen, wurden die Richter gefragt, ob sie die Frau zu einer Freiheitsstrafe verurteilen würden, die, in Monaten, größer oder kleiner als die auf dem Würfel angezeigte Zahl wäre. Schließlich sollten die Richter die Freiheitsstrafe, zu der sie die Ladendiebin verurteilen würden, genau angeben. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen 167 – Wenn Richter hungrig sind

Über eine verstörende Demonstration von Auswirkungen der Ego-Depletion auf Urteile wurde unlängst in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences berichtet. Die ahnungslosen Studienteilnehmer waren acht Bewährungsrichter in Israel. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen 164 – Die Schönheit des Angeklagten

Es soll einem Richter bei … einem peinlichen Verhör zuweilen schon widerfahren sein, daß er, gefangengenommen von der Schönheit des Angeklagten, das Verhör unterbrochen und sich außerstande gesehen hat, es fortzusetzen. Den Rest des Beitrags lesen »

Aufgelesen LV – Der Charakter des „guten Richters“

Der Präsident war ein gemütlicher Herr, der gern Anekdoten erzählte… [D]ie Leute, die sich darauf versteifen, ihre Schwänke an den Mann zu bringen, fragen nicht danach, ob der andere Interesse zeigt oder nicht, sie besorgen sowohl die Produktion wie den Applaus… [Er] genoß den Ruf eines „guten Richters“; aber was ihm den Ruf verschafft hatte, war eher eine Mischung von epikureischer Trägheit und allgemeiner Menschenverachtung als edle Aufgabe. Er ging den Dingen nicht gern bis auf den Grund, noch unlieber verstieg er sich in die Höhe, nur in der Mitte war ihm wohl. Den Rest des Beitrags lesen »